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Ausstellung zur Stadtgeschichte

Und wie es der Zufall will, haben wir es, dank gezielter Werbung über die Wochen hinweg geschafft, einige junge Menschen für unsere Sonderausstellung zu gewinnen. Als Resümee bis jetzt, geht hervor, dass viele in Verbindung ihrer Eltern kamen und sich am meisten für die Fensterbilder interessiert haben. In unserer Heimat sind Fensterbilder aus Plauener Spitze ein gern gesehenes Dekorationselement. Ob mit Weihnachtsmotiven versehen, oder Kindermotiven, ganz egal, Hauptsache ein Fensterbild. Die nächste Ausstellung befindet sich schon in Vorbereitung. Denn etwas Wunderbares ist geschehen. Bei Erdarbeiten an der hiesigen Kirche wurden alte Gebeine entdeckt. Zum Teil sehr gut erhalten. Die Erdarbeiten wurden natürlich eingestellt und eine Gruppe Archäologen hat ihre Zelte aufgeschlagen. So oft es geht, bin ich natürlich mit dabei.

 

 

Die Funde werden auf die umliegenden Labore verteilt, um genaue Angaben erzielen zu können. Bis jetzt ist man sich sicher, dass es Skelettfunde aus dem 14 Jahrhundert sind. Da erwacht der alte Antrieb als Museumsleiter natürlich wieder. Sobald die Funde freigegeben sind, werden sie hierher verbracht, damit wir sie in einer Ausstellung den Menschen präsentieren können. Es wird auch jeden Tag ein bisschen mehr ausgegraben. So kann man bestimmt bald gut rekonstruieren, wie die Menschen gelebt haben und welche Kleidung sie trugen. In unserem Portfolio haben wir bereits die Nachbildungen von Wohnungen aus den verschiedenen Jahrhunderten. Anfangs waren sie sehr spärlich und meist nur ein Raum diente bis zu 6 Personen als Schlaf- und Aufenthaltsplatz. Mit der Zeit wurden die Behausungen immer prunkvoller und größer. Ich freue mich sehr auf die neuen Ausstellungsstücke.

 

 

 

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Die Geschichte unserer Stadt

Zur Geschichte unserer Stadt gibt es einiges zu erzählen und wer wüsste das nicht besser als das dazugehörige Urgestein? Ich bin der Leiter des örtlichen Heimatmuseums, Gustav Weber. Seit vielen Jahren schon beschäftige ich mich mit der Geschichte unseres Städtchens und des dazugehörigen Umlandes. Wir sind dafür bekannt, Plauener Spitze Fensterbilder aufgekauft zu haben und zwar in rauen Mengen. Das Geschäft florierte viele Jahre lang. Und genau darum dreht sich zurzeit unsere Sonderausstellung.

 

Wir haben Kunstwerke, auf denen das typische Motiv verewigt ist, viele Musterbeispiele, wertvolle Fensterbilder und die alten Maschinen mit denen hergestellt wurde. Da ich schon immer hier wohne, weiß ich viele Geschichten zu erzählen. Ab 1800 begann das Spitzengeschäft in Plauen aufzublühen und erarbeitete sich in den folgenden Jahren den Ruf als Zentrum der Spitze. Folglich wollten sich möglichst viele Menschen als Händler verdienen und damit reichlich Geld in die eigenen Kassen spülen. Die Hauptattraktion unserer Ausstellung ist die nächtliche Führung durch unseren Ort.

 

Ein original gekleideter Nachtwächter führt die Interessierten mit einer Laterne herum. An jeder Ecke gibt es natürlich etwas zu berichten und den Abschluss einer solchen Tour bildet der Besuch des ältesten Wirtshauses. Bei uns ist es traditionell gewachsen, dass man in kalten Jahreszeiten gern zum Grog greift, manchmal darf es auch Glühwein sein. Zu Essen gibt es immer typisch vogtländische Bambes mit Schwammerln. Daran kommt keiner vorbei. Leider ist es schade, dass wir oft keine jüngeren Menschen bei uns begrüßen können. Insgeheim hatte ich gehofft, dass sie Ausstellung jungen Menschen anzieht. Aber nichtsdestotrotz werde ich hier sein, wenn sie kommen.

Das Heimatmuseum

Mein Name ist Gustav Weber und ich bin Leiter des örtlichen Heimatmuseums seit 1999. Ich habe früher Kunstgeschichte studiert und habe viele Jahre an der Universität unterrichtet. Seit 1997 arbeite ich in der Museumsvereinigung und war Leiter dieser. Mit dem Älterwerden habe ich den Posten an einen würdigen Nachfolger abgegeben und kümmere mich seit 13 Jahren um das Heimatmuseum. Mittlerweile bin ich seit 6 Jahren Pensionär, kann aber nicht genug bekommen und werde auch immer wieder zum Leiter des Museums gewählt.

 

Ich liebe nun mal Kunst und Krempel. Das war auch die Geschichte hinter meiner Berufswahl. Meine Eltern hatten viele alte Möbel gesammelt und unsere Wohnung war voll davon. Mein Vater ging mit Vorliebe sonntags zum Flohmarkt, um immer mehr dazuzukaufen. Er hat dann auch in seinen Jahren als Pensionär viele alte Möbelstücke in der heimischen Garage restauriert. Bei uns hätte man bestimmt einen guten alten Film drehen können. Da sind bestimmt Dinge dabei, die haben sie noch nie in ihrem Leben gesehen. So habe ich auch viele Ausstellungsstücke im Museum untergebracht.

 

Mein Vater wusste, dass sie eines Tages etwas wert sein würden und sie nicht verloren gehen durften. Ich arbeite jeden Tag, außer montags im Museum. Es fallen viele verschiedene Tätigkeiten an. Am liebsten sind mir die Führungen. Zurzeit haben wir eine Sonderausstellung zum Thema Fensterbilder. Die Menschen, die zu uns kommen, wollen alles darüber in Erfahrung bringen, denn noch kein anderes Museum hat jemals so eine facettenreiche Ausstellung gezeigt. Ich kann meinem Vater wirklich nur dankbar sein für seine Sammelleidenschaft.